Spotlight 37 – Handharmonika

Handharmonika

Die Handharmonika ist ein auch noch heute weit verbreitetes Instrument vor allem der Volks- und Tanzmusik. ES wurde erst am Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde.

Es gehört zur Familie der Aerophone, bei denen die Tonerzeugung mit Luft erfolgt. Diese wird durch freischwingende, sogenannte Durchschlagzungen aus Metall geblasen. Je nachdem, ob beim Ziehen oder Zusammendrücken des Balges der gleiche oder ein unterschiedlicher Ton entsteht, handelt es sich um eine chromatische oder diatonische Harmonika. Die ersteren, meistens als Akkordeon bezeichnet, haben für das Spielen der Melodie eine Klaviatur. Sie wurden im Laufe der Zeit zu vollwertigen, professionellen Instrumenten entwickelt.

Die hier gezeigte diatonische Handharmonika wurde in Sachsen gebaut. Die Beschriftung in englischer Sprache zeigt,  dass sie für den Export gedacht war. Es ist ein Zeichen für den damaligen hohen Standard der deutschen Instrumentenfabrikation. Bemerkenswert ist die Ausführung mit bunten Blumenbordüren.

Auf der rechten Seite befinden sich 17 Knöpfe in 2 Reihen mit denen eine Melodie gespielt werden kann. Hierdurch war die Zahl der spielbaren Tonarten sehr eingeschränkt. Insgesamt 5 Klappen auf der linken Seite sind für das Spielen des  Basses bestimmt. Die beiden auf der rechten Seite oben herausragenden Registerzüge beeinflussen die Bässe (z.B. Schwebeton oder Tremolo).

Wolfgang Bettzieche