Spotlight 11 – Schnurrassel


Schnurrassel aus Brasilien

Rasseln bestehen aus Naturmaterial, das auf verschiedene Weise z.B. Schlagen, Stampfen, Schütteln, Zupfen, Reiben usw. zum Klingen gebracht wird. Ihre Entwicklung begann vor vielen tausend Jahren, als der Urmensch zum ersten Mal Stäbe, Knochen oder Steine aneinander schlug, um den Rhythmus seines Händeklatschens und Fußstampfens zu verstärken.

Bis heute werden die verschiedensten „Idiophone“, Selbstklinger, verwendet, um Gesang und Tanz zu begleiten oder auch um Signale zu geben. Das Interesse an verschiedenen Klängen und Tonhöhen führte zu einer vielfältigen Entwicklung in Größe und Beschaffenheit wie dem Xylophon und dem Gongspiel.

Abgebildet ist eine Schnurrassel aus Brasilien. Zwei Reihen von Fruchtkapseln sind auf einer geflochtenen Hanfschnur befestigt. – Weiterhin eine Aufschlagrute aus Deutschland, einem besenartig ausgeschnittenen Holzblock der in einen Griff ausläuft, – sowie eine auch aus Deutschland stammende Klapper. Bei ihr schlagen beim Schütteln zwei Bretter, die mit Lederstreifen und Schrauben befestigt sind, auf ein feststehendes Mittelbrett. Der Griff ist gedrechselt.

Wolfgang Bettzieche