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Instrument des Monats Juli 2009   PDF  Drucken 

Mandoline aus Italien 

Die hiesige Instrumentensammlung enthält mehrere zum Teil handwerklich sehr schön gearbeitete Mandolinen. Daher sei in diesem Monat noch einmal eines dieser Instrumente ausgestellt.

Mandoline

Instrumente in der Form einer Mandoline sind vereinzelt schon aus dem 15.Jhd. belegt. Die hier gezeigte Bauart entstand in der Mitte des 17.Jhd. in Italien.

Sie ist die am meisten verbreitete und wird die „Neapolitanische Mandoline“ genannt. Daneben gab es aber in Italien auch die „Florentinische“-, die „Paduanische“-, die „Sienische“- und die „Mailändische“- Mandoline.

Außerhalb Italiens entstand die „Portugiesische“-Mandoline mit nur leicht gewölbten Boden und die „Deutsche“- Mandoline mit flachem Boden.

Die Neapolitanische Mandoline hat einen tief gewölbten, halb birnenförmigen, aus schmalen Spänen zusammengesetzten Bauch. Im Unterschied zu der zur gleichen Instrumentenfamilie gehörenden Laute ist er tiefer gewölbt und meistens kleiner.

Die vier Doppelsaiten aus Metall sind wie bei einer Violine in Quinten gestimmt und werden mit einem Plektrum aus Schildpatt angerissen.

In der Kunstmusik spielt die Mandoline eine untergeordnete Rolle. Es gibt jedoch Kompositionen von Vivaldi, Beethoven und anderen. In der Volksmusik hat sie aber große Bedeutung erlangt. Hier wird sie sowohl als Soloinstrument wie auch als Orchesterinstrument verwendet.

Man achte bei dem ausgestellten Instrument auf die kunstvoll geschmückte Decke. 

Wolfgang Bettzieche