Ferne Nähe

Fotos vom Konzert

20. September 2015, 17 Uhr, Haus Kemnade

Begleitkonzert zur Ausstellung "Geishas - Dirnen - Kurtisanen"

Celia Spielmann, Karsten Greth (Fotos: Melanie Richter)

 

Viele zentrale Inhalte und Gefühle im Leben von Menschen lassen sich schwer in Worte fassen, nur vage begreifen. Ihre Stilisierung und Normierung durch Künste schafft andere Arten von Übersetzung. Künste schaffen Abbilder von Ideen, Ansichten und Empfindungen; sie geben Nicht-Sichtbarem Konturen und Formen, transportieren sie über geographische und zeitliche Grenzen. Die Ausstellung „Geishas – Dirnen – Kurtisanen“ vermittelt Perspektiven eines speziellen Sujets.

Celia Spielmann (Gitarre, Laute) und Karsten Greth (Flöte[n]) nähern sich diesem Thema musikalisch. Sie knüpfen Verbindungen zwischen den Auffassungen von Liebe, Sehnsüchten und Lüsten als Leitfäden zwischen unterschiedlichen Kulturen, Auffassungen und Zeiten:

Instrumentierungen der berühmten elisabethanischen Liebeslieder John Dowlands durchziehen das Programm. Kompositionen des japanischen Komponisten Tōru Takemitsu kontrastieren hierzu mit einer anderen, tiefen, aufwühlenden musikalischen Sprache. Nicolo Paganinis „Duetto Amoroso“ entwickelt hierzu im Gegensatz einen heiteren Zugang und Musik Johann Adolph Hasses fasst die Liebe formal, in spätbarocker Stilisierung. Charles Koechlin und Astor Piazzolla finden musikalische Wege, die auf eine sehr direkte Weise, unmittelbar vor- und in Freudenhäuser, Bordelle und Nachtklubs führen.

Zeitliche und geografische Ferne spielen keine Rolle. Übersetzungen von Schönheit, Lust und Sehnsüchte überschneiden sich in dem Programm musikalisch, werden in Beziehungen gesetzt.

Eintritt 13 €

Eine Veranstaltung des Fördervereins Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V. und Kulturbüro und Kulturhistorische Museen der Stadt Bochum

         

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