Feierstunde 10 Jahre Förderverein Haus Kemnade, Oktober 2009

01.10.209, 17:00 Uhr:  Zum 10jährigen Bestehen lud der Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V. seine Mitglieder, Freunde und Förderer ins Museum auf Haus Kemnade ein.


Rita Jobs, 1. Vorsitzende, begrüßte zahlreiche Gäste aus Kultur und Politik. Den musikalischen Rahmen dieser Veranstaltung bildete Jona Kümper auf dem Blüthner Tafelklavier.

Dr. Ottilie Scholz, OB der Stadt Bochum, hob in ihrem Grußwort besonders den ehrenamtlichen Einsatz des Fördervereins für Haus Kemnade und den Sammlungen hervor. Dr. Hans Günter Golinski, erwähnte in seinem Grußwort die nicht immer ganz einfache Zusammenarbeit mit dem Museum und hofft, durch das Praktikum der stellvertretenden Vorsitzenden Melanie Richter im Museum, für mehr Verständnis für die schwierige finanzielle und personelle Situation.
Nach einem weiteren musikalischen Zwischenspiel wurde durch Prof. Dr. Dieter Scheler der Festvortrag mit dem Titel ?Herzenssachen- Kemnade und die Sammlung Grumbt- 10 Jahre Förderverein? gehalten. In seiner bekannten humorvollen Art ließ Dieter Scheler die Leistungen des Vereins Revue passieren und gab zu bedenken, dass trotz aller Anstrengungen man nie sicher sein kann Haus Kemnade und die Sammlungen in der vorhandenen Art und Weise zu behalten.
Und doch wird der Förderverein sich weiter dafür einsetzen das Haus und die Sammlungen zu optimieren und mit Leben zu füllen. Heimlicher Star des Abends war aber das Blüthner Tafelklavier, das durch eine Schenkung von Frau Prof. Dr. Irmgard Abs-Wurmbach an den Förderverein ging.

Schon allein die Vita des Klaviers ist einmalig. Gebaut wurde das Instrument durch die bekannte Leipziger Klavierbaufirma Blüthner um 1860 (Wikipedia:Julius Blüthner Pianofortefabrik).
Besitzerin war unter anderem Eva Beuys, Ehefrau von Joseph Beuys. Nun steht nicht nur im LWL- Landesmuseum Münster ein Blüthner Tafelklavier, sondern auch die Musikinstrumentensammlung Grumbt kann auf ein solches, spielbereites Instrument stolz sein.


Das Tafelklavier ist eine frühe Bauform des Hammerklaviers, bei der die Saiten horizontal und quer angebracht sind, also Taste und zugehörige Saite ungefähr rechtwinklig zueinander verlaufen. Diese Konstruktion ermöglicht eine rechteckige Gestaltung des Gehäuses in Form eines Tisches ("Tafel"). Das Instrument kann somit in geschlossenem Zustand als Anrichte o. ä. verwendet werden und nimmt weniger Raum in Anspruch als ein Flügel. Die Idee dieser speziellen Bauform indes war nicht neu, sondern wurde bereits beim Clavichord und beim Virginal angewandt. "Tafelklaviere waren im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Berühmte Musiker wie Franz Schubert, Clara Schumann, Robert Schumann, Richard Wagner und Franz Liszt spielten und komponierten ihre Werke auf Tafelklavieren." (Quelle: Wikipedia:Tafelklavier)

Dieser Abend fand in einem gemütlichen Zusammensein, bei einem rustikalen kalten Büffet seinen krönenden Abschluss.



Spenderin Frau Prof.Dr. Irmgard Abs-Wurmbach mit Ehemann Dr. Michael Abs



Grußwort Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum



Grußwort Rita Jobs, 1. Vorsitzende des Fördervereines



Grußwort Dr. Hans Günther Golinski, Direktor des Kunstmuseums Bochum



Festvortrag Prof.Dr. Dieter Scheler



Vorstand des Fördervereines am Blüthner Tafelklavier

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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