Konzertabend

4. März 2012, 18:00 Uhr, Haus Kemenate
Namgyal Lhamo,  Tibet
Lieder des ewigen Schnees
Namgyal

 

 NamgyalNamgyal Lhamo wurde als Kind tibetischer Eltern zu einer Zeit geboren, in der viele Tibeter - auf Grund der politischen Situation in ihrer Heimat - dem Dalai Lama, ins Exil bis nach Indien folgten.

Im indischen Exil, insbesondere in der tibetischen Exilenklave Dharamsala wurden Schulen wie das Tibetan Institute of Performing Arts (TIPA) gegründet, um die traditionelle tibetische Kultur zu bewahren.

Die tibetische Musik ist vor allem durch die rituellen, buddhistischen und tantrischen Gesänge über die Grenzen hinaus bekannt geworden. Die eher folkloristischen, weltlichen Traditionen sind jedoch bedeutend weniger bekannt, obwohl gerade dieser Teil der tibetischen Kultur international leicht zugänglich und verständlich ist. Namgyal Lhamo studierte und sammelte am Tibetan Institute of Performing Arts TIPA gerade die vom weltlichen Erbe getragenen Lieder aus den unterschiedlichen Regionen Tibets und die, der Nomadenvölker.

Da viele gute Volkssänger nicht die technischen Möglichkeiten hatten, ihre Lieder aufzunehmen, ist die Suche nach der Musik in ihrer ursprünglichen Form sehr schwierig.Mit Unterstützung des heutigen Dalai Lama, der immer noch der Schirmherr des Instituts ist, möchte Namgyl Lhamo die westliche Welt mit den tibetischen Gesängen aus dem eher folkloristischen Bereich vertraut machen. Ihre Musik ist pur und ursprünglich und in keinster Weise an den westlichen Geschmack angepast.

Somit kann diese einzigartige Musik, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, in ihrer Reinform erhalten bleiben. Außerdem widmete sich Namgyal Lhamo während ihrer Ausbildung den traditionellen Tänzen, dem Spiel unterschiedlicher Instrumente und der klassischen Oper. Schon als junges Mädchen gelang es ihr mit ihrer besonderen Stimme die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen, wenn ihre Lieder im Radio zu hören waren. Gerade ihre Ausführungen der "Amdo", der spezielle Gesang aus dem Heimatlandstrich des heutigen Dalai Lama, sind bei den Tibetern tief verwurzelt. Namgyl Lhamo gibt weltweit Konzerte wie z. B. auf dem Tibetan Freedom Concert der Beastie Boys in New York oder dem letzten World-Musik-Festival in Amsterdam und tritt in vielen Radio- und Fernsehprogrammen auf. Sie begleitet ihre Lieder auf verschiedenen Instrumenten wie die Dranyen (Tibetische Laute) und die Gumang (Tibetisches Saiteninstrument).

Eine Veranstaltung des Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V. in Kooperation mit der Sparkasse Bochum und dem Kunstmuseum.

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro
Vorverkauf im Kunstmuseum Bochum, Kortumstr. 147 in 44787 Bochum, Tel. 0234/9104230

 

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