Klangbilder 21. Februar - 29. April 2015

!!! Verlängert bis 29.04.2015 !!!

In seiner Ausstellung "Klangbilder" auf Haus Kemnade gibt der Bochumer Fotokünstler Heinrich Brinkmöller-Becker einen kleinen Einblick in eine mittlerweile 25-jährige Geschichte des Jazz und der improvisierten Musik in Bochum: Was im Kunstmuseum Bochum in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Schlagzeuger Martin Blume mit dem "Ruhr Jazz Festival" und dem Nachfolgefestival "Open Systems" begann, findet seit 2004 in der Konzertreihe "Klangbilder" und seit sechs Jahren in der Reihe "Soundtrips NRW" seine Fortsetzung. 

Heinrich Brinkmöller-Becker begleitet seit Jahren mit seiner Kamera diese Konzerte. Sein Interesse dabei gilt vor allem der starken Performance der Musiker mit ihrem nicht nur in musikalischer Hinsicht "unkonventionellen" Auftreten. Die Ausstellung "Klangbilder" vermittelt anlässlich des Jubiläums einen Eindruck von einer Musik, die einem ungewöhnlichen Klang- und Spielerlebnis, durchaus bewusster ästhetischer Regelverletzung und neuen Musikerfahrungen verpflichtet ist.

Die Ausstellung besteht aus kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern mit großformatigen Einzelportraits und Serienbildern. Letztere akzentuieren besonders das Prozessuale beim Entstehen improvisierter Musik.

 

Samstag, 21. Februar, 17 Uhr, Haus Kemnade
Ausstellungseröffnung

Begrüßung
Bernhard Szafranek, Kulturbüro und Kulturhistorische Museen der Stadt Bochum
Rita Jobs, Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V.

Einführung
Dr. Heinrich Brinkmöller-Becker

Martin Blume - Drums, Percussion
Eckard Koltermann - Saxophon, Klarinette
Gunda Gottschalk - Violine

 

Mittwoch, 29. April 2015, 19:30 Uhr, Haus Kemnade
Finissage

Finissage mit „Memphis meant music” – Ein Radio-Livemix von Karl Lippegaus mit einem Porträt des amerikanischen Saxophonisten Charles Lloyd

Eintritt 8 €

Zum Abschluss der Fotoausstellung ‚Klangbilder’ im Haus Kemnade gibt es am 29.04.2015 um 19.30 Uhr ein besonderes Highlight: Karl Lippegaus, seit Jahrzehnten vielen Radiohörern als die Stimme des Jazz im WDR und Deutschlandfunk vertraut, ist mit einem sog.  Radio-Livemix zu erleben. Mit diesem Format bringt Karl Lippegaus live, quasi als simulierte Radiosendung, Musik, Kommentare, Gespräche zu Gehör. Der kenntnisreiche und sympathische Radiomann  und Buchautor widmet sich dem amerikanischen Saxophonisten Charles Lloyd. Das Live-Radio-Feature ist betitelt mit „Memphis Meant Music“, zu hören sind ausgewählte Passagen aus Lippgegaus‘ Gesprächen mit Lloyd, aus Texten des Autors und Musik aus allen Phasen von Lloyds langer eindrucksvoller Karriere.

Wenn er „es“ mit Worten beschreiben könnte, hätte er nicht das Bedürfnis „es“ zu spielen, sagt der Saxofonist und Flötist Charles Lloyd,  mit sanfter Stimme über das Mysterium im Jazz reflektierend. 1938 wurde er in Memphis am Mississippi geboren, und diese Stadt („Memphis meant music“, Gil Scott-Heron) beschäftigt ihn immer noch. Mit neun Jahren bekam Charles sein erstes Saxofon. Seine Anfänge hatte er in Bluesbands von Howlin‘ Wolf und B.B. King, und sein Mentor im Jazz wurde der Pianist Phineas Newborn, Jr.. Gleich auf Anhieb begeisterte er sich für die bluesdurchtränkte neue Musik aus dem Altsaxofon Charlie Parkers. „Ich entstamme dieser reichen Tradition. Man steht auf den Schultern vieler großer Leute.“ Als der ernste und introvertierte Charles mit der Chico Hamilton Band auftrat, pilgerten Rockmusiker wie The Doors und der Drummer Jim Keltner in die Clubs an der Westküste, um seine Musik zu hören. Auch The Grateful Dead und viele andere wurden Lloyd-Fans.

In seinem Quartett hatte ein 20-jähriger unbekannter Pianist namens Keith Jarrett seinen Durchbruch. Das 1966 beim Monterey-Festival ohne Lloyds Wissen mitgeschnittene Konzert wurde als „Forest Flower“ eines der bis dahin meistverkauften Jazzalben überhaupt. In zwei ausführlichen Gesprächen mit Karl Lippegaus in Lausanne und Straßburg lässt Charles Lloyd seine lange Karriere Revue passieren und vermittelt viel von seiner Lebensphilosophie.

In dem sehenswerten Film seiner Lebenspartnerin Dorothy Darr, „Arrows Into Infinity“ (2014), sagt Lloyd: Obwohl ich an Liebe und Verständnis glaube, und auf eine Art freudige Kommunikation unter uns hoffe, habe ich in meinem Leben oft eine Form von Einsamkeit gespürt. Die Suche nach einer idealen Welt, die nicht existiert. Das hat mich immer zu einem einsamen Kind gemacht. Obwohl ich sehr optimistisch bin, spüre ich auch, dass es viel Trauer gibt.“  

 

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