Stohlmann Stiftung

Musik der Kulturen – Der klingende Schrank

Musikinstrumenten aus aller Welt galten das Interesse und die Leidenschaft der Sammlerin Lieselotte Stohlmann aus Solingen. Die im Jahr 2008 verstorbene Musikpädagogin setzte sie auch als Anschauungsobjekte für ihre Schülerinnen und Schüler ein.

Lieselotte Stohlmann vermachte ihren reichen Fundus dem Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt. Als ihre Schwester Doris Schulz eine große Vitrine stiftete, konnte der „Klingende Schrank“ auf Haus Kemnade eingerichtet werden.

Zahlreiche Musikinstrumentenbauer aus der Region haben die Musikinstrumente ehrenamtlich restauriert und instand gesetzt.
Bei Führungen können und sollen sie von den Besuchern zum Klingen gebracht werden.

 

 

 

 

 

 

Die Sammlung Stohlmann

Auf der Suche nach einer dauerhaften Bleibe für ihre außereuropäischen Instrumente, bei der ihre Intentionen gewahrt würden, fand die Solinger Musikpädagogin Lieselotte Stohlmann die Instrumentensammlung im Haus Kemnade. Ganz im Sine ihrer Stifterin soll die Sammlung nicht nur als musealer Schatz in einem der schönsten Herrenhäuser des Ruhrtales verweilen, sondern vor allem Interesse und Freude an der Musik wecken.

Mittlerweile können zahlreiche Stohlmannsche Instrumente dank des Engagements einiger Instrumentenbauer von den Museumsbesuchern ausprobiert und gespielt werden. Eine Fidel samt Bogen wurde vom Geigenbauer Balsereit. der Brühler Firma Diastrad restauriert, einer Streichpsalter hat sich der Leverkusener Klavier- und Cembalomeister Enzenauer angenommen, eine Zither wurde vom Dortmunder Klavier- und Cembalobaumeister Reisberg, ein hängendes Xylophon aus Palisander von den Kölner Orgelbauwerkstätten Willi Peter wieder neu zum Klingen gebracht.

Liselotte Stohlmann - Ein Leben für die Musik.

Die 1941 in Solingen als jüngste Tochter einer Lehrerfamilie geborene Lieselotte Stohlmann wurde nach dem Abitur an der August-Dicke-Schule selbst Lehrerin und wenig später zur Fachleiterin für das Fach Musik am Primarstufenseminar Solingen befördert. In den 80-er Jahren war sie Mitglied der Lehrplankommission für das Fach Musik in der Primarstufe in NRW. Insgesamt 35 Jahre lang bildete sie angehende Lehrerinnen und Lehrer im Fach Musik in Solingen aus und unterrichtete gleichzeitig mit halber Stelle Kinder in der Grundschule in den Fächern Musik und Religion.

Sie initiierte in Solingen 1970 mit dem damaligen Generalmusikdirekter des Städtischen Sinfonie-Orchesters die Schülerkonzerte für die 4. und 6. Klassen, entwarf die Programme und moderierte sie. Diese Schülerkonzerte gibt es bis heute. Noch vier Jahre nach ihrer Pensionierung, bis etwa zwei Monate vor ihrem Tod, unterrichtete sie als Pensionärin ehrenamtlich zwei Musik-Arbeitsgemeinschaften an einer Grundschule in Solingen.
Stets kämpfte sie um den Stellenwert des Musikunterrichts in der Grundschule und hat ihre Arbeit fachlich und gesellschaftlich reflektiert. Die Ergebnisse wurden von Grundschulbuchautoren und pädagogischen Musikzeitschriften veröffentlicht. Ihre selbst erprobten Praxisbeispiele prägten auch viele Lehrerfortbildungen und Weiterbildungen, die sie in über 30 Jahren leitete.

Die außereuropäischen Instrumente aus der Sammlung Stohlmann haben durch private Spenden Ergänzungen erfahren, die mittlerweile von den Museumsbesuchern ausprobiert werden können. Dank des Engagements einiger NRW-Instrumentenbauer können all diese Instrumente bei Führungen auch in die Hand genommen und gespielt werden. Schließlich soll die Sammlung ganz im Sinne der Spenderin nicht nur als toter Schatz bewundert werden, sondern vor allem Interesse und Freude an der Musik wecken.

Veranstaltungen

Archiv

Hier geht es zu unserem Veranstaltungsarchiv

Foerderverein Haus Kemnade, Powered by Webdesign-Glathe