Instrument des Monats Februar 2005

Handharmonika


Die Handharmonika ist ein auch noch heute weit verbreitetes Instrument vor allem der Volks- und Tanzmusik, das erst zu Beginn des 19.Jhd. entwickelt wurde. Es gehört zur Familie der Aerophone, das heißt, dass die Tonerzeugung mittels Luft erfolgt. Diese wird durch freischwingende, sogenannte Durchschlagzungen aus Metall geblasen. Je nachdem, ob beim Ziehen oder Zusammendrücken des Balges der gleiche oder ein unterschiedlicher Ton entsteht, handelt es sich um eine chromatische oder diatonische Harmonika. Die ersteren, meistens als Akkordeon bezeichnet, haben für das Spielen der Melodie eine Klaviatur. Sie wurden im Laufe der Zeit zu vollwertigen, professionellen Instrumenten entwickelt.

Die hier gezeigte diatonische Handharmonika wurde in Sachsen gebaut. Die Beschriftung in englischer Sprache lässt darauf schließen, dass sie für den Export gedacht war. Dies ist ein Zeichen für den damaligen hohen Standard der deutschen Instrumentenfabrikation. Man beachte hierzu auch die bunte Ausführung mit Blumenbordüren.

Auf der rechten Seite befinden sich 17 Knöpfe in 2 Reihen zum Spielen der Melodie. Hierdurch war die Zahl der spielbaren Tonarten sehr eingeschränkt. Insgesamt 5 Klappen auf der linken Seite sind für das Spielen des  Basses bestimmt. Die beiden auf der rechten Seite oben herausragenden Registerzüge beeinflussen die Bässe (z.B. Schwebeton oder Tremolo).

Wolfgang Bettzieche

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