Instrument des Monats April 2005

Neapolitanische Mandoline



Wie die Violine eine kleine Viola ist, so ist die Mandoline eine kleine Mandola. Diese ist nachweisbar seit dem 13.Jhd. und war vom 16. bis zum 18.Jhd. ein bevorzugtes und bis zum 19.Jhd. lebendiggebliebenes, lautenähnliches Zupfinstrument, der Instrumentenfamilie der Cordophone zugehörig. Während jedoch die Mandola zu Beginn des 19.Jhd. verschwand, wird die Mandoline noch heute verwendet. Sie wurde in Italien in mehreren voneinander regional abweichenden Varianten entwickelt. So kennen wir die Florentinische M., die Genuesische M., die Paduanische M. und die Sienesische M.. Das hier vorgestellte Instrument ist eine Neapolitanische Mandoline. Sie stellt die verbreitetste Art der Mandolinen dar. Die Mandolinen haben Doppelsaiten wobei durch schnelles Hin- und Herzupfen mittels eines Schildpattplektrons der charakteristische, helle, rauschende Tremoloklang erzeugt wird. Das hier gezeigte Instrument hat wie meist üblich vier Doppelsaiten in Violinstimmung. Es sind jedoch auch Instrumente mit fünf oder auch sechs Doppelsaiten in Quart-Terz Stimmung bekannt.

Die Mandoline hat sich in großen Teilen Europas zum Volksinstrument entwickelt und wird nicht nur solistisch sondern auch in großen Mandolinenorchestern gespielt. In der Kunstmusik spielt sie eine untergeordnete Rolle. Jedoch sind Werke von Vivaldi, J.N.Hummel und auch Beethoven bekannt. Mozart verwendet sie in seiner Oper ?Don Giovanni?, G.Mahler in seiner 7.u.8.Symphonie.

Bei dem hier gezeigten Instrument sei vor allem auf die schönen, reichen Verzierungen mit Perlmutt verwiesen.

Wolfgang Bettzieche

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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