Instrument des Monats Mai 2005

Rabab aus Pakistan oder Afghanistan

Rabab (auch Rebab) ist der in vielen Varianten vorkommende arabisch-persische Name für Saiteninstrumente im islamischen Raum und  in vom Islam beeinflussten Musikkulturen. Damals vor allem für gezupfte Lauten verwendet, werden bereits um das Jahr 900 n.Chr. von arabischen Musiktheoretikern auch gestrichene Instrumente so bezeichnet Die Rabab ist somit das älteste bekannte Streichinstrument überhaupt und wird noch heute an vielen Orten gespielt.

Die Urform der Rabab dürfte ein noch heute von Nomaden in Saudi-Arabien und Syrien gespieltes Instrument mit nur einer Saite und einem rechteckigem Resonanzkasten sein. Weite Verbreitung fand sie auch mit halbkugelförmigem Korpus (Kalebasse, Holz oder Kokosnuss, mit einer Abdeckung aus tierischer Haut).

Die meist auf die Oberschenkel aufgestützte und mit dem von unten gehaltenen Bogen gestrichene Rabab hat kein Griffbrett und ist mit Hilfe von Wirbeln in Quarten oder Quinten gestimmt.

Mit der Ausbreitung des Islam gelangte die Rabab auch nach Spanien, hier Rebec genannt, und wurde dort zum wichtigsten Typus mittelalterlicher Streichinstrumente in Europa. In Sumatra begleitet das zweisaitige in Quinten gestimmte Instrument den Gesang. In Westmalaysia gehören zwei-, und dreisaitige Instrumente verschiedensten Ensembles an. Vier- bis sechssaitige Instrumente sind aus Afghanistan, Kashmir, Pakistan und Hindustan bekannt

Das hier gezeigte Instrument hat 6 Spielsaiten und 6 Resonanzsaiten. Auf die schön gearbeiteten Perlmutteinlagen an Kopf und Hals sei besonders hingewiesen.

Wolfgang Bettzieche

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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