Instrument des Monats Juni 2005

Sanduhrtrommel aus Neuguinea

Die hier ausgestellte Trommel wird ?Kundu? genannt und ist aus Papua-Neuguinea. Sie gehört zur Instrumentenfamilie der Membraphone. Dies sind Instrumente, bei denen der Ton durch die Vibration einer gespannten Membrane oder Haut erzeugt wird. Bildliche Darstellungen beweisen, dass es zumindest schon vor 4000 Jahren in Mesopotamien und Ägypten Trommeln gegeben hat, von denen jedoch wegen des leicht verderblichen Materials, aus dem sie bestanden, nur wenige Exemplare erhalten blieben. Viele Völker schreiben den Trommeln magische und rituelle Bedeutung zu und schlagen sie, um ein Unglück abzuwehren oder die guten Geister zu rufen. Trommeln erfüllen auch Signalzwecke oder militärische Rollen, sind aber ebenso beliebte Begleiter zu Gesang und Tanz. Seit dem 18.Jahrhundert sind Trommeln auch Instrumente des europäischen Symphonie-Orchesters.

Trommeln können nach ihrer Gestalt in Röhren-, Gefäß- und Rahmen-trommeln eingeteilt werden. Das hier gezeigte Instrument ist eine Röhrentrommel in Sanduhrform. Sie ist aus Holz gefertigt und  unten offen. Der angeschnitzte Griff ist in der Mitte des Halses. Letzteres ist typisch für Neuguinea. Sie hat eine  einseitige Hautdecke in Topfspannung. Man achte auf die Bemalung und die figürlichen Schnitzmuster.

Wolfgang Bettzieche

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