Instrument des Monats Juli 2005

Sansa aus Afrika



Foto: Andrea Grun


Der Sansa (Klimper) ist ein vor allem in Afrika weit verbreitetes Instrument. Er gehört der Instrumentenfamilie der Idiophone an. Dies sind Instrumente, bei denen der Ton durch Eigenschwingungen des Instrumentes, nicht also durch Schwingungen einer Membrane, einer Luftsäule oder einer Saite erzeugt wird. Die Tonerzeugung kann auf verschiedene Weise erfolgen z.B. durch Schlagen (Kastagnetten), Schütteln (Rasseln) oder Zupfen wie bei dem hier gezeigten Instrument.
Der Sansa hat eine Anzahl von Metall- oder auch Schilfrohrspänen, die an einem Brett oder Resonanzkasten angebracht sind. Die Späne bzw. Zungen werden von einer quergelegten Leiste an einem Ende festgehalten, während ihr anderes Ende frei schwebt und gezupft werden kann. Der Sansa wird gewöhnlich in der Hand gehalten oder auf den Schoß gelegt. Die Zungen werden mit den Daumen oder den Zeigefingern gezupft. Ihre Tonhöhe hängt von Ihrer Länge ab, die durch Verschiebung unter der Querleiste leicht verändert werden kann. Indem man die einzelnen Zungen mit Draht umwickelt kann ein summender Effekt erzielt werden.
Das hier gezeigte Instrument hat fünf Stahlzungen welche über zwei Stahlstege geführt sind. Sie sind mit einem doppelten Draht auf einer Holzplatte befestigt, die in einer halben Fruchtschale montiert ist. Es hat zwei Schalllöcher.


Wolfgang Bettzieche

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