Instrument des Monats Februar 2006

Holzglocke



Foto: Andrea Grun

Holzglocke

Als Glocken bezeichnet man runde oder becherförmige Musikinstrumente die einen klingenden Ton von sich geben, wenn man sie anschlägt. Sie werden in großer Zahl auch als Signalgeber z.B. in Schulen und Wohnungen verwendet. Auch zur Warnung vor Gefahr (Feuerglocke) oder zur Angabe der Tageszeit (Turmglocke) werden und wurden sie verwendet, so dass man sie oft nicht mehr als Musikinstrumente ansehen konnte. Sie fanden jedoch schon immer in Orchestern ihre Verwendung, in China z.B. seit viertausend Jahren.

Die Glocken gehören zur Instrumentenfamilie der ?Idiophone? (Selbstklinger), bei denen der Ton durch Eigenschwingungen des Instrumentes, also nicht durch eine Membran, Saite oder Luftsäule erzeugt wird.

Sie werden gewöhnlich aus Eisen (früher auch aus Stahl) oder Bronze hergestellt. Seltener sind solche aus Ton, Glas, Porzellan oder auch Holz, wodurch natürlich der Toncharakter bestimmt wird.

Sie sind die kleinsten Musikinstrumente aber auch die größten. Winzige Schlittenglöckchen werden im Orchester verwendet, die ?Big Ben? im Turm des Londoner Parlamentsgebäudes wiegt dagegen über dreizehn Tonnen.

Die hier gezeigte Glocke aus Holz diente wahrscheinlich als Rhythmusinstrument z.B. beim Tanz. Durch die ungewöhnliche Ausführung mit zwei Klöppeln, statt sonst einem, konnten besondere Klangeffekte erzielt werden.

Wolfgang Bettzieche

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