Instrument des Monats April 2006

Italienische Mandoline



Foto: Andrea Grune
Italienische Mandoline

In Verbindung mit der z.Zt. stattfindenden Ausstellung "Reiselust" (in Italien) wird in diesem Monat noch einmal eine Mandoline als ein typisch italienisches Instrument ausgestellt.

Sie ist ein in mehreren Bauformen existierendes Zupfinstrument der Lautenfamilie mit einem bauchigen, halb birnenförmigen, aus schmalen Holzspänen zusammengesetzten Schallkörper. Dieser ist jedoch tiefer gewölbt und normalerweise kleiner, als der einer Laute. Das ausgestellte Instrument gehört zu den sogenannten "Neapolitanischen Mandolinen" (italien.: mandolino napoletano) der verbreitetsten Mandolinenart. Bei dieser Bauform ist die Decke an ihrer breitesten Stelle unterhalb des Steges leicht abgeschrägt und hat ein großes offenes Schallloch. Wie viele andere hat auch dieses Instrument schöne Intarsienverzierungen. Der Schmetterling auf der Decke dient nicht nur zur Verzierung, sondern auch zum Schutz gegen Kratzer, die beim Spiel mit einem harten Plektrum entstehen können. Der kurze Hals hat Bünde und am 5.,7.,9. und 12. Bund  Bundmarken, die das Spiel von Quart, Quint, Sext und Oktave erleichtern. Er endet in einer leicht nach hinten geknickten Wirbelplatte mit hinterständigen Wirbeln. Die vier Doppelsaiten sind in Quinten, wie bei einer Violine, gestimmt. Sie werden entweder gezupft oder mit einem Plektron aus Schildpatt angerissen. Durch schnelles Hin- und Herbewegen entsteht dabei der charakteristische helle, rauschende Tremoloklang.

Wolfgang Bettzieche

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