Instrument des Monats Februar 2007

Särangi aus Nordindien oder Pakistan



Foto: Andrea Grune

Die Särangi gehört zu der in vielen Ländern der Welt in großer Vielfalt vorhandenen Instrumentenfamilie der Fideln. Das aus gestellte Stück ist eine mit einem Bogen zu streichende Kurzhalsfidel. Der Korpus wurde aus einem Stück Holz geschnitzt. Es hat einen an der Oberseite leicht eingezogenen Korpus und einen breiten abgesetzten Hals mit großem Wirbelkasten. Die Decke ist aus einem Fell in Klebespannung. Vier Spielsaiten aus Draht werden von vier großen Flankenwirbeln gespannt, die elf Resonanzsaiten sind an seitenständigen Wirbeln befestigt. Ein einfacher Brückensteg hat zwei Saitenebenen.

Besonders hervorzuheben ist bei diesem Instrument die dekorative Ausführung aller Teile. Halsoberseite, Hautdecke und die Korpusrückseite sind mit islamischen Personendarstellungen bemalt. Die zeigt, dass die Instrumente nicht nur dem Musizieren dienten, sondern auch der Repräsentation des eigenen Wohlstandes.

Das Instrument hat kein Griffbrett. Die Saiten werden beim Spielen dadurch verkürzt, dass die Finger seitlich dagegen gepresst werden.

Das Instrument wird sowohl in der volkstümlichen wie in der klassischen Musik verwendet und dort auch virtuos gespielt.

Wolfgang Bettzieche

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