Instrument des Monats August 2007

Reproduktionsgerät - Plattenspieler

Die Reproduktion von Sprache und Musik erfolgt heute fast ausnahmslos elektronisch. Überwiegend werden CD-Scheiben verwendet, die mittels Laserstrahlen gelesen werden.

Die Anfänge der Wiedergabetechnik waren jedoch mechanisch. Die Idee, Töne aufzuzeichenen und festzuhalten, kam mehreren Männern zu gleicher Zeit am Ende des 19.Jhd. Neben dem Franzosen Charles Cross muß hier der Amerikaner Thomas A. Edison genannt werden. Sei erster Schallaufnehmer war ein Metallzylinder, der mit einer dünnen Folie umwickelt war. Die Schwingungen der Töne, die jemand in ein kleines Sprachrohr spreach, wurden über eine Nadel auf die Folie übertragen. Der Zylinder wurde mit einer anderen Nadel zurückgespielt. Diese Nadel hatte eine eigene Membrane und fuhr die Bewegungen der ersten Nadel in den Rillen nach. Emile Berliner, ein nach Amerika ausgewanderter Deutscher, ersetzte 1887 den Zylinder durch eine Platte und wurde so zum eigentlichen Erfinder des "Grammophons". Die Grammophone waren mit einem Federmotor ausgerüstet, der mit der hand aufgezogen wurde. Damit die ganze Familie zuhören konnte, wurde ein Schalltrichter aufgesetzt.

Die Aufnahmegeräte hatten ebenfalls Trichter, in die die Musiker hineinspielen mussten. Um dies zu vereinfachen, wurde, wie die hier neben dem Grammophon ausgestellte Geige zeigt, die Instrumente entsprechen umgebaut.

Wolfgang Bettzieche


Foto:Andrea Grune

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