Instrument des Monats Oktober 2007

Flöten aus Mittel- und Südamerika

 



Foto:Andrea Grune

Flöten sind Instrumente bei denen der Ton entweder durch das Anblasen einer Schneide (Blockflöte) oder einer Kante (Querflöte) erzeugt wird. Es entstehen dabei Luftwirbel, die als Töne wahrgenommen werden. Sie gehören zu den ältesten uns bekannten Instrumenten. Hier sind fünf Beispiele ausgestellt.

1)Schnabelflöte aus rötlich-grauem Ton. Die Schneide befindet sich unten. Der Schnabel ist stark ausgeprägt, hat zwei rückwärtige ?Hörner? und ein vorderseitiges Gesichtsrelief. Die vier Grifflöcher haben jeweils einen gleichen Abstand.

2)Schnabelflöte aus rötlichem Ton. Die Schneide befindet sich unten. Der Schnabel und das Rohrende sind mit Maskenbildern verziert. Sie hat ein Ritzdekor und teilweise eine rot-grüne Bemalung. Die fünf Grifflöcher haben einen gleichen Abstand.

3)Doppelflöte aus gelblichem Ton mit roter Glasur. Sie hat eine kompakte, leicht ovale Form und ist unten geschlossen. Die beiden Schneiden mit ihren Mundlöchern befinden sich oben. Eine Flöte hat drei, die andere zwei Grifflöcher. Geschmückt ist die Flöte mit einem Gesichtsrelief und zwei seitlichen Flügeln.

4)Gefäßflöte in Schildkrötenform aus rötlich grauem Ton. Die Schneide befindet sich unten. Der Schwanz dient als Luftkanal. Im Panzer befinden sich seitlich vier (2/2) Grifflöcher.

5)Pfeiftopf aus grauem Ton. Die beiden zusammenhängenden Hohlräume sind je zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Die durch den engen Hals in den ersten Raum (Anblasloch) geblasene Luft treibt dessen Wasser in den zweiten und drängt darin die Luft durch den Kopf (Pfeifloch) hinaus, wodurch ein Ton entsteht.

 

Wolfgang Bettzieche

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