Instrument des Monat Januar 2008

Sitar aus Indien

Die Sitar ist eine Langhalslaute persischen Ursprungs. Heute wird sie vor allem in Indien gespielt und ist dort eines der bedeutendsten Konzertinstrumente der heimischen klassischen  Raga-Musik.



Seit der Einführung in Indien, wahrscheinlich zu Beginn des 16.Jhd., erfuhr sie mannigfaltige Wandlungen hinsichtlich Bauart, Saitenzahl und Stimmung. Das ausgestellte Instrument hat außer dem birnenförmigem Schallkörper noch einen zusätzlichen kleinen Resonator. Es hat 7 Melodiesaiten an 5 großen seitenständigen und 2 vorderständigen Wirbeln und 11 Resonanzsaiten an kleinen Flankenwirbeln. Die Saiten sind über 2 übereinander liegende Elfenbeinstege sowie einen Elfenbeinsattel und 13 Metallgleitbünde geführt. Sie werden mit einem Plektron gezupft. Bemerkenswert sind die Horneinlegearbeiten und die Schnitzereien.

Das klassische Raga-Ensemble besteht aus einer Sitar, einer Tambura, das ist eine Bordunlaute die nur Begleittöne spielt, und einer Tabla, einer kleinen Trommel.

Das Raga ist ein tonales Konzept, das einer vokalen und instrumentalen  Improvisation zugrunde liegt. Es hat charakteristische Tonfiguren in denen sich die Hierachie der Töne und kleine tonale Schattierungen ausprägen.  Ihnen sind u.a. Götter, Gestirne und Farben zugeordnet. Durch die Improvisation über die Eigentümlichkeiten eines Raga stimmt der indische Musiker seine Zuhörer und sich auf den Gefühlsgehalt eines Raga ein. Hierdurch soll ein Bezug zu den genannten außermusikalischen Bereichen hergestellt werden.

Wolfgang Bettzieche

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