Instrument des Monat Januar 2008

Sitar aus Indien

Die Sitar ist eine Langhalslaute persischen Ursprungs. Heute wird sie vor allem in Indien gespielt und ist dort eines der bedeutendsten Konzertinstrumente der heimischen klassischen  Raga-Musik.



Seit der Einführung in Indien, wahrscheinlich zu Beginn des 16.Jhd., erfuhr sie mannigfaltige Wandlungen hinsichtlich Bauart, Saitenzahl und Stimmung. Das ausgestellte Instrument hat außer dem birnenförmigem Schallkörper noch einen zusätzlichen kleinen Resonator. Es hat 7 Melodiesaiten an 5 großen seitenständigen und 2 vorderständigen Wirbeln und 11 Resonanzsaiten an kleinen Flankenwirbeln. Die Saiten sind über 2 übereinander liegende Elfenbeinstege sowie einen Elfenbeinsattel und 13 Metallgleitbünde geführt. Sie werden mit einem Plektron gezupft. Bemerkenswert sind die Horneinlegearbeiten und die Schnitzereien.

Das klassische Raga-Ensemble besteht aus einer Sitar, einer Tambura, das ist eine Bordunlaute die nur Begleittöne spielt, und einer Tabla, einer kleinen Trommel.

Das Raga ist ein tonales Konzept, das einer vokalen und instrumentalen  Improvisation zugrunde liegt. Es hat charakteristische Tonfiguren in denen sich die Hierachie der Töne und kleine tonale Schattierungen ausprägen.  Ihnen sind u.a. Götter, Gestirne und Farben zugeordnet. Durch die Improvisation über die Eigentümlichkeiten eines Raga stimmt der indische Musiker seine Zuhörer und sich auf den Gefühlsgehalt eines Raga ein. Hierdurch soll ein Bezug zu den genannten außermusikalischen Bereichen hergestellt werden.

Wolfgang Bettzieche

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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