Instrument des Monats Februar 2008

Tar aus dem Iran oder Afghanistan

 



Der Tar gehört zur Instrumentenfamilie der Langhalslauten. Der Holzkorpus besteht zwar aus einem Stück, ist jedoch durch zwei tiefe Kerben in zwei eiförmige Teile getrennt Die Ober- und die Unterhälften haben Hautdecken in Klebespannung. Am Ende des angesetzten schmalen Halses befindet sich ein kastenförmiger Wirbelkasten mit sechs seitenständigen Wirbeln für sechs Saiten welche in c/c1-g/g1-c/c gestimmt sind. Diese werden mit 24 Wickelbünden mikrotonal dh.15 Intervalle pro Oktave,und nicht wie im tonalen System 12, verkürzt. Es gibt jedoch auch Instrumente mit anderen Saiten- und Bündenzahlen. Das Instrument wird mit einem Plektrum gezupft.

Der persische Tar wurde bei festlichen Veranstaltungen sowohl am Hofe wie auch der städtischen Oberschicht, aber auch heute noch von Spielleuten gespielt. Er hat eine wichtige Aufgabe in der ?Dastgah?, dies ist ein melodischer Gestalttypus der als Melodiemodell einer Komposition zugrundegelegt und auf dessen Basis improvisiert wird. Bei dessen Darbietung obliegt der Tar insbesondere die Interpretation des komponierten solistischen Teils.

Der etwas abweichend gebaute und gestimmte kaukasische Tar hat auch in der Türkei und als ?Tari? in Georgien Eingang gefunden.

 

Wolfgang Bettzieche

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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