Instrument des Monats März 2008

Sitar - Indische Langhalslaute

In der hiesigen Instrumentensammlung befinden sich mehrere indische Langhalslauten, in Indien ?Sitar (auch Sitär)? genannt. Diese fallen vor allem durch ihre handwerklich schöne Ausführung auf. Deswegen wird hier ein weiteres dieser Instrumente vorgestellt.



Dieses hat einen birnenförmigen Schallkörper und wird mit einem Plektron gezupft. Das ausgestellte Instrument hat einen Kalebassenkorpus und eine Holzdecke, jedoch keinen, wie sonst oft bei diesen Instrumenten zu finden, zusätzlichen kleinen Resonator. Die sieben Melodiesaiten sind an fünf großen seitenständigen und zwei vorderständigen Wirbeln befestigt. An kleinen Flankenwirbeln im Hals befinden sich elf Resonanzsaiten. Die Stege sind aus Elfenbein und die Bünde aus Metall. Bemerkenswert sind die Horneinlegearbeiten sowie eine an der rechten Korpusunterseite angeschraubte, löffelförmige Spielstütze.

Ursprünglich aus Persien kommend, ist sie heute vor allem in Nordindien aber auch in Südindien verbreitet. Sie ist dort eines der bedeutendsten Instrumente der klassischen Raga-Musik, z.B. gespielt von Virtuosen wie Ravi Shankar. (geb.1920), der auch im Westen große Erfolge erzielte.

 Das Raga-Ensemble besteht aus einer Sitar, einer Tambura, das ist eine Bordunlaute, die nur Begleittöne spielt, und einer Tabla, einer kleinen Trommel. Die Raga ist durch ihren Klang bestimmt, der in seiner differenzierten Färbung und auf Grund seines emotionalen Affektgehaltes die Menschen erfreuen soll. Durch sie soll in fortgesetztem musikalischem Wandel die klangliche Verlautbarung gestaltet und der Bezug zu außermusikalischen Bereichen wie Götter, Himmelsrichtungen, Gestirnen, Farben usw, gefühlsmäßig hergestellt werden.


Wolfgang Bettzieche

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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