Instrument des Monats Oktober 2008

Panflöten

Die Panflöte lässt sich auf etwa 2000 Jahre vor Chr. zurückdatieren. In Europa wird sie nach dem griechischen Flussgott Pan benannt.



Auf der Flucht vor ihm wurde die Nymphe Syrinx in ein Schilfrohr verwandelt, aus dem sich Pan seine Flöte schnitt. Die Panflöte bezeichnet einen Flötentypus, bei dem mehrere grifflose Eintonflöten zusammengefügt sind. Es handelt sich vorwiegend um offene Längsflöten, deren untere Enden meistens geschlossen sind. Sie ist weltweit in einer großen Typenvielfalt verbreitet. Unterschiede bestehen in der Pfeifenzahl, die zwischen 3 und 30 schwanken kann, oder im Material, so gibt es solche aus Schilf, Bambus, Holz, Ton oder Stein, aber auch in der Bauweise wie floßartig, in Rechteck-, Trapez oder Flügelform, oder aber gebündelt, ein- oder zwei- und mehrreihig, verschnürt, verklebt, oder auch aus einem Stück gefertigt. Meist sind die Pfeifen der Länge und damit der Tonhöhe nach geordnet, doch begegnet man auch anderen Ordnungsprinzipien.

In der Zigeunermusik des Balkans ist die Panflöte seit dem 18. Jhd. besonders beliebt.

Hier ausgestellt sind eine Bambusflöte aus China mit 16 symetrisch angeordneten unten geschlossenen Längsflöten, die vor allem durch ihre bunte Bemalung auffällt. Dann eine Bambusflöte aus Bolivien mit 7 Längsflöten sowie ein Instrument unbekannter Herkunft aus verzinntem Messing bei dem die 20 Flöten nur durch einen verlöteten, querlaufenden Metallstreifen zusammengehalten werden.

 

Wolfgang Bettzieche

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