Instrument des Monats Januar 2009

Viola d`amore aus Böhmen

Ende des 17.Jhd entstand der Wunsch nach "lieblich" klingenden Instrumenten. Dies führte zum Bau der Viola d`amore bei den Streichinstrumenten und der Oboe d`amore und der Clarinetto d`amore bei den Blasinstrumenten.




Sie ist ein aus England stammendes Instrument in Altlage, das der Gambenfamilie zuzuordnen ist. Etwas größer als eine Viola (Bratsche) wird sie in Armlage gespielt. Die Korpusform ist etwas anders als bei der Viola. Sie hat verschnörkelte C-Löcher, im Gegensatz zur Gambe keine Bünde und hängende Schultern.

Vor allem unterscheidet sie sich in der Besaitung. Sie hat bis zu sieben Spielsaiten aus Darm und ebenso viel Resonanzsaiten aus Metall. Diese verleihen dem Instrument einen hellen und silbrigen Klang, der als lieblich charakterisiert wurde.

Leopold Mozart schrieb über das Instrument: "Es ist eine besondere Art der Geigen, die, sonderlich bey der Abendstille, recht lieblich klinget". Die Stimmung war nie einheitlich festgelegt. Meistens wurde sie jedoch in D-Dur gestimmt (A-d-a-d`-fis`- a`-d``).

In ihrer Blütezeit im 17. & 18.Jhd. wurde sie vor allem als Soloinstrument eingesetzt. Antonio Vivaldi und Carl Stamitz schrieben jeder mehrere Solokonzerte. J.S.Bach verwendete gleich zwei in einer Arie seiner Johannes-Passion. In späterer Zeit setzten Meyerbeer, Massenet, Pfitzner und Puccini das Instrument in einer ihrer Opern ein.

Von modernen Komponisten gibt es Werke von Paul Hindemith, der das Instrument selbst spielte, und Frank Martin.

Das hier ausgestellte Instrument wurde 1738 in Prag von Johann Ulrich Eberle gebaut.

 

Wolfgang Bettzieche

Veranstaltungen

Begleitprogramm

28.01.2018 - 17.00 Uhr
„Die Kunst der Entartung“ - Gypsy Swing und die Moderne. 
Konzert-Lesung zum TAG DER BEFREIUNG mit dem ArtTone Trio sowie Chris Hopkins‘ Gypsy Swing Trio. Eintritt 10 €
Ort: Christuskirche Bochum | Platz des Europäi- schen Versprechens 1 

 

07.02.2018 - 20.00 Uhr 
RITUAL-Sonderausgabe
Klavierabend mit Wer- ken von Béla Bartók, Pavel Haas und Gideon Klein, gespielt von Susanne Frenzel-Wohlgemuth. Einführung Christiane Conradt.
Ort: ROTTSTR5 H.O.F. | Rottstr. 5 | Bochum 

 

08.02.2018 - 19.00 Uhr
„Perlgrauer Liebesgesang“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Her- ne-Hattingen und der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kuratoren- führung durch die Ausstellung „Das verdächtige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen | Erich-Mendel-Platz 1 | Bochum 

 

09.02.2018 - 19.00 Uhr
„Es brennt. Die Zeit. Sanft. Im Ohr“
Kammermusikkonzert verfemter Komponisten in Koope- ration mit der Stiftung Lichterfeld. Für Besucher des Konzertes besteht um 16 Uhrdie Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kurato- renführung durch die Ausstellung „Das verdäch- tige Saxophon!“. 
Eintritt 12 €, erm. 6 €. Wegen des begrenzten Platzangebotes nur Vorverkauf: www.christuskirche-bochum.de/tickets
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade An der Kemnade 10 | Hattingen 

 

18.02.2018 - 11 Uhr
„Ursula & Esther“
Lesung mit musikalischer Umrahmung (Gitarre). Dr. Anja Liedtke liest
aus eigenen Werken.
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

25.02.2018 - 11 Uhr
Die CHarmonists
Musik der Comedian Harmonists. 
Eintritt 5 €
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

 

04.03.2018 - 11 Uhr
„Zeilensprünge / Zeitensprünge“
Lyriklesung mit H. D. Gölzenleuchter. Musikalische Umrahmung Marielen Laufenberg-Simmler (Klavier).
Ort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade 

Archiv

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