Instrument des Monats Juni 2009

Dital-Harp aus Britannien

In der Systematik der Musikinstrumente sind Harfen solche, bei denen die Saitenebenen senkrecht und Lauten solche bei denen sie parallel zur Korpusebene stehen.



Zu Beginn des 19.Jhd. wurden jedoch vor allem in Britannien "Zwitterinstrumente" entwickelt, die Elemente sowohl der Harfe wie auch der Gitarre, die zur Familie der Lauten gehört, enthielten. Es entstanden die Harfenlaute, die Harfengitarre und die Harfencister. Allerdings wird ein ähnlich gebautes Instrument bereits um 1620 von Michael Prätorius erwähnt.

Hierzu gehört auch die hier ausgestellte "Dital-Harp" oder "British-Harp-Lute". Sie wurde um 1820 von dem auf diesem Gebiet sehr tätigen Ed.Light in London erbaut und ist ein besonders schönes Instrument.

Der Schalenkorpus besteht aus sieben Spänen und hat eine gedrechselte, goldene Baronstange. Der schräge Steg auf der Decke mit seinem runden Schallloch hat für die 19 Saiten eine Knöpfchenbefestigung, deren Oberenden an Stimmnägeln befestigt sind. An der obersten Saite ist ein Griffbrett mit sieben Bünden. Eine Umstimmvorrichtung ermöglicht die Änderung der Tonhöhe der 14 tiefsten Saiten um je einen halben Ton. Die schwarze Decke mit Golddekor hat historisierende Motive.

Das Instrument war ein ausgesprochenes Dameninstrument und diente vor allem der Selbstbegleitung von Liedern. Eine größere Verbreitung fanden diese Instrumente nicht.

Wolfgang Bettzieche

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