Details zum Bauernhaus-Museum

 

Geschichte des Hauses – Das Bauernhaus-Museum

Das östlich von Haus Kemnade gelegene Bauernhaus hat seine eigene fast 700 Jahre alte Geschichte. Es stand ursprünglich in Stiepel Dorf, zwischen Kemnader-und Düsterstraße. Das Gehöft gehörte zu den größten Höfen in Stiepel. Eigentümer waren Jahrhunderte lang die Herren von Haus Kemnade, die Adligen von Dücker, von der Recke und von Syberg. Das erbliche Recht, den Hof zu bewohnen und zu bewirtschaften, hatten sie der bäuerlichen Familie Schulte zur Oven übertragen, die dafür Abgaben und Dienste an die Herren von Kemnade leisten mussten.1806 sah sich der Bauer Johann Heinrich Schulte zur Oven jedoch in der Lage, den Hof zu kaufen und ein neues Hofgebäude in Fachwerkbauweise zu errichten. Es war seinem Typ nach ein niederdeutsches Hallenhaus, in dem Menschen, Tiere, Futter Nahrungsmittel, Werkstatt und vieles andere mehr unter einem Dach untergebracht waren.

Seit 1971 ist der ehemalige Hof Schulte zur Oven das Bauernhaus-Museum der Stadt Bochum. An seinem Orginalstandort in Stiepel Dorf wäre es von dem Straßenausbau zwischen Kemnader- und Düsterstraße betroffen gewesen und so kam es 1970 zu einem Schenkungsvertrag mit der Stadt Bochum über das Umsetzen des Hauses. Das Fachwerkhaus wurde sorgfältig zerlegt, die Einzelteile nummeriert und hinter Haus Kemnade in seinem ursprünglichen Zustand von 1806 wieder aufgebaut. Nur die Ausrichtung des Hauses wurde verändert. So zeigt das Deelentor in Richtung Westen und nicht wie ursprünglich nach Süden und die ehemalige Nordseite zeigt nach Osten. Die im Innern ausgestellten bäuerlichen Geräte stammen nicht alle aus dem alten Hof. Sie wurden aus verschiedenen Quellen – auch durch Schenkungen – erworben.

Bei der Besichtigung des Museums kann man erfahren, wie eine Bauernfamilie im 19. Jahrhundert lebte und arbeitete.

 

 

Das Bauernhaus

Das Haus ist seinem Typ nach ein niederdeutsches Hallenhaus, in dem Menschen und Tiere unter einem Dach lebten. Es ist ein Vierständerhaus, d.h., Wände und Dach stehen auf vier tragenden Hauptständern, die die Außenecken des Hauses bilden. Innen, zu beiden Seiten der Deele (Tenne), gibt es nochmals vier Träger. Die Wände sind aus Fachwerk. Die Fächer zwischen den Balken sind mit Flechtwerk aus Weidenholz ausgefüllt. Sie werden von beiden Seiten mit Lehm beworfen, danach mit Kalkputz überzogen und mit weißer Tünche gestrichen. Die tragenden Ständer standen traditionell auf Streifenfundamenten aus Stein oder Ziegeln. Der Bodenbelag bestand früher aus gestampftem Lehm. Im Bauernhaus-Museum aber sind Steinplatten verlegt, z.T. in zweiter Verwendung. Die Decken sind aus Holzbohlen, und die Dacheindeckung besteht aus Ziegelpfannen. Das Haus ist zweigeschossig, der Dachboden zweigeteilt. Über der Küche sind Räume, über der Tenne lagerte Stroh und anderes Material.

Das Erdgeschoss war der Hauptwohn- und Arbeitsbereich. Es ist von vorn nach hinten in zwei etwa gleich große Teile durch eine Wand mit Tür geteilt: In der Deele (Diele, Tenne) vorn hinter dem großen Tor lebten die Tiere, der hintere Teil gehörte der Familie. An beiden Seiten der Deele waren die Ställe für Kühe und Pferde, darüber wurde das Futter aufbewahrt. Das Gesinde, Knechte zum Tor, Mägde zur Küche, schlief in Kammern über den Tieren, die ihnen Wärme spendeten. In der Mitte der Tenne wurde gearbeitet mit Gerätschaften, wie sie hier ausgestellt sind. In einer Werkstatt konnten kleinere Reparaturen durchgeführt werden.

Direkt hinter der Tenne befand sich die Küche mit dem großen offenen Kamin, der als Heizung für das ganze Haus und als Kochstelle diente. Er war das Zentrum des Hauses. In unserem Bauernhaus-Museum ist der Kamin zur Seite verschoben, um neben der Küche noch ein Zimmer zu gewinnen. Es gibt also neben der Küche mit dem offenen Feuer noch vier Zimmer. Von der Küche konnte man alle Räume, die Tenne und über die Treppe das Obergeschoss erreichen. In die Küche gelangte man von draußen durch die Haustür auf der rechten Seite.

Früher war der offene Kamin ohne Rauchabzug. Das Feuer heizte damals das ganze Haus, und der Rauch zog von der Küche bis zum Dachboden. So wurden dort gelagerte Vorräte getrocknet und geräuchert. Außerdem vertrieb der Rauch das Ungeziefer im Haus. Unser Bauernhaus hat einen Schornstein, durch den der Rauch nach draußen abziehen kann. Fleisch und Wurst wurden früher in solchen Kaminen geräuchert.

In der Küche spielte sich das gesamte bäuerliche Leben ab. Über dem offenen Feuer im Kamin hing ein großer Kochtopf, in dem für Mensch und Tier gekocht wurde. In der Ecke stand ein Trog, in dem man sich wusch und das Geschirr reinigte. Zur Tenne hin befindet sich eine kleine Vorratskammer.

Das Haus ist seinem Typ nach ein niederdeutsches Hallenhaus, in dem Menschen und Tiere unter einem Dach lebten. Es ist ein Vierständerhaus, d.h., Wände und Dach stehen auf vier tragenden Hauptständern, die die Außenecken des Hauses bilden. Innen, zu beiden Seiten der Deele (Tenne), gibt es nochmals vier Träger. Die Wände sind aus Fachwerk. Die Fächer zwischen den Balken sind mit Flechtwerk aus Weidenholz ausgefüllt. Sie werden von beiden Seiten mit Lehm beworfen, danach mit Kalkputz überzogen und mit weißer Tünche gestrichen. Die tragenden Ständer standen traditionell auf Streifenfundamenten aus Stein oder Ziegeln. Der Bodenbelag bestand früher aus gestampftem Lehm. Im Bauernhaus-Museum aber sind Steinplatten verlegt, z.T. in zweiter Verwendung. Die Decken sind aus Holzbohlen, und die Dacheindeckung besteht aus Ziegelpfannen. Das Haus ist zweigeschossig, der Dachboden zweigeteilt. Über der Küche sind Räume, über der Tenne lagerte Stroh und anderes Material.

Das Erdgeschoss war der Hauptwohn- und Arbeitsbereich. Es ist von vorn nach hinten in zwei etwa gleich große Teile durch eine Wand mit Tür geteilt: In der Deele (Diele, Tenne) vorn hinter dem großen Tor lebten die Tiere, der hintere Teil gehörte der Familie. An beiden Seiten der Deele waren die Ställe für Kühe und Pferde, darüber wurde das Futter aufbewahrt. Das Gesinde, Knechte zum Tor, Mägde zur Küche, schlief in Kammern über den Tieren, die ihnen Wärme spendeten. In der Mitte der Tenne wurde gearbeitet mit Gerätschaften, wie sie hier ausgestellt sind. In einer Werkstatt konnten kleinere Reparaturen durchgeführt werden.

Direkt hinter der Tenne befand sich die Küche mit dem großen offenen Kamin, der als Heizung für das ganze Haus und als Kochstelle diente. Er war das Zentrum des Hauses. In unserem Bauernhaus-Museum ist der Kamin zur Seite verschoben, um neben der Küche noch ein Zimmer zu gewinnen. Es gibt also neben der Küche mit dem offenen Feuer noch vier Zimmer. Von der Küche konnte man alle Räume, die Tenne und über die Treppe das Obergeschoss erreichen. In die Küche gelangte man von draußen durch die Haustür auf der rechten Seite.

Früher war der offene Kamin ohne Rauchabzug. Das Feuer heizte damals das ganze Haus, und der Rauch zog von der Küche bis zum Dachboden. So wurden dort gelagerte Vorräte getrocknet und geräuchert. Außerdem vertrieb der Rauch das Ungeziefer im Haus. Unser Bauernhaus hat einen Schornstein, durch den der Rauch nach draußen abziehen kann. Fleisch und Wurst wurden früher in solchen Kaminen geräuchert.

In der Küche spielte sich das gesamte bäuerliche Leben ab. Über dem offenen Feuer im Kamin hing ein großer Kochtopf, in dem für Mensch und Tier gekocht wurde. In der Ecke stand ein Trog, in dem man sich wusch und das Geschirr reinigte. Zur Tenne hin befindet sich eine kleine Vorratskammer.

Unser Bauernhaus ist ein Museum und hat nicht mehr die ursprüngliche Innenausstattung des Hofes Schulte zur Oven. Die bäuerlichen Geräte und das Mobiliar sind fast alle in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus verschiedenen Quellen gekauft oder geschenkt worden.

 

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